Klassenunterricht


Unser Unterricht umfasst den Kindergarten, die Unter- Mittel- sowie die Oberstufe und als letzte Station die Werk- und Berufsfindungsstufe.

Wir gehen gerne in die Schule

Die Kinder in der Basisstufe sind zwischen 4 und 8 Jahre alt, das heisst, Kinder der Kindergartenstufe und der Unterstufe besuchen die gleiche Klasse. 

Die Kinder durchlaufen nach ihrem individuellen Lernweg und ihrem Tempo die Basisstufe. Der Entwicklungsstand ist dabei ausschlaggebend und nicht das Alter. 

Die Kinder der Basisstufe bilden zusammen eine Klassengemeinschaft, welche sich ins Schulgeschehen der Rafaelschule einfügt. Dieser soziale Prozess beinhaltet den Ablösungsprozess jedes Kindes, sowie der Aufbau der Gruppenfähigkeit. Die Tagesstruktur unterstützt diesen Prozess und gibt den Kindern Halt. Die altersgemischte Gruppe der Grundstufe entspricht einem natürlichen Umfeld, wodurch die Sozialkompetenz der Kinder steigt, da sie voneinander lernen können.

Soziale Fähigkeiten werden geübt, wie ein angemessenes Sozialverhalten und Konfliktlösungsmöglichkeiten, damit eine Partizipation und Teilhabe der Kinder am Schulleben und in der Gesellschaft möglich ist.

Der Basisstufenunterricht findet an zwei ganzen Tagen (8.00 Uhr bis 16.00 Uhr) und drei Halbtagen (8.00 Uhr bis 12.00 Uhr) wöchentlich statt. Die jüngeren Kinder können nach Absprache auch mit weniger ganzen Tagen beginnen. Diese Zeiten umfassen den Unterricht, die Mittagsbetreuung, sowie die allgemeine Betreuung und Pflege. Während der gesamten Zeit werden die Kinder von der Grundstufenlehrperson und Praktikantinnen begleitet.

Zum Basisstufenunterricht gehört das Rezitieren und Musizieren, das Geschichten- und Märchenerzählen, sowie das Theaterspielen zu bestimmten Themen (z.B. Jahreszeiten, Tiere usw.), das Singen, handwerklichen Aktivitäten der Handarbeit und des Werkens, das Malen und Zeichnen, das Freispiel, sowie die Bewegung. Bei den spielerischen und gestalterischen Tätigkeiten werden, unter Einbezug aller Sinne, die Kreativität und die Phantasie angeregt, aber auch das Vorstellungsvermögen und die Fingerfertigkeit gefördert. 

Die Grob- und Feinmotorik wird über die verschiedenen Aktivitäten mit Bewegung geübt und verbessert.

Elementare Fertigkeiten werden in der Basisstufe geübt und vielfältige Sinneserfahrungen ermöglicht. Dazu gehört der wöchentliche Tierhofbesuch, das Turnen in der Natur, der Waldnachmittag, das bepflanzen des Schulgartens, aber auch das Backen und Kochen, sowie die Mithilfe beim Putzen und Abwaschen.

Die Aneignung der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben und Formenzeichnen, Rechnen) werden in den Gesamtunterricht eingebunden, damit ein gleitender Übergang zum schulischen Lernen möglich wird, vom spielerischen zum systematischen Lernen. Dies wird individuell, altersentsprechend und niveauangepasst vermittelt.
Die Selbstständigkeit eines Kindes wird unterstützt bei den alltäglichen Verrichtungen, beim individuellen Lernen und der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.

Durch ein angepasstes Raumangebot mit Nischen und Raumteilung, wird das individuelle Arbeiten unterstützt. Ein kleines Schulzimmer im klassischen Sinne mit Schülerpulten und einer Wandtafel gehören zum Raumangebot, sowie auch die verschiedenen Freispielplätze, zum Beispiel die Puppen- oder die Bauecke.

Für je zwei Lektionen in Schwimmen und Eurythmie sind die jeweiligen Fachlehrerinnen zuständig.
Durch die Einbindung der Basisstufe ins gesamte Schulgeschehen der Rafaelschule nehmen die Kinder an den gemeinsamen Jahresfeste und Ausflügen teil, sowie an der wöchentlich stattfindenden Singstunde, dem täglichen Morgenkreis und der Zehnuhrpause.
Beim gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal bekommen die Kinder von der Küche ein gesundes und reichhaltiges Essen. Aber auch der „Znüni“ und der „Zvieri“ sind ein wichtiger Bestandteil des Tageslaufes. Die ganze Basisstufe nimmt am Integrationsprojekt mit einem Regelkindergarten teil, welches einmal wöchentlich stattfindet.

Hier finden Sieden spannenden Artikel: „Zu viel Uni im Kopf, zu wenig Kindergarten im Bauch.“

Jede Entwicklung des Kindes geht von seinem Willen aus                                

Den Unterricht so zu gestalten, dass das Kind zum Tätigsein angeregt wird, ist ein Hauptziel.

Reim, Rhythmus und Takt sind formende Kräfte, die das Kind gerne ergreift. Erzählungen regen im Kind Fantasie und innere Bild - schaffende Kräfte an. Das Erüben der Kulturtechniken wird künstlerisch verlebendigt: Schreiben- und Lesen lernen, mehr plastisch - bildnerisch, das Rechnen musikalisch – rhythmisch ergriffen.

Der Fächerkanon im weiteren Verlauf wird immer breiter. Doch steht immer die Freude am Lernen, die Welt immer mehr durch ein Eigenes erleben und ergreifen können, im Vordergrund.

Rhytmischer Teil

Sprechen, Singen, Musizieren, Bewegen: Damit beginnt jeder Schultag. Durch rhythmisierte Bewegung und Gebärden ergreift das Kind seinen Körper, wacht auf, wird anwesend. Liedlein und Sprüchlein fördern den Spracherwerb. Dieser Unterrichtsteil ist wichtig für die Förderung der basalen Sinne. Gleichgewicht, Körpergefühl, Bewegungsempfinden sind Grundlagen der kognitiven Fähigkeiten. In Singspielen und Spielen, die Geschicklichkeit erfordern wird dieses Üben an den basalen Sinnen im laufe des Tages immer wieder aufgegriffen.  

Formenzeichnen

Es geht dem Schreiben- lernen voraus und wird immer wieder aufgegriffen. Geraden, Bögen, Kreise, Spiralen werden in vielfältiger Weise grossflächig gestaltet. Das Kind geht die Formen auf dem Boden, schreibt sie gross in die Luft usw. bevor sie auf ein Blatt gebracht werden. In den Formen ist oben - unten, rechts- links versteckt. das Kind muss innerlich Gleichgewichten, sich Ein- Mitten, die Raumesrichtungen in seinem Leib erfassen. Im Formenzeichnen werden motorische Fertigkeiten, das Erkennen von Raum-Lagebeziehungen und optisch-graphomotorischen Fertigkeiten, geschult, die für das Schreiben von Zahlen, Buchstaben und Wörtern von Bedeutung sind. In der 2. Klasse kommen Spiegelbildformen dazu. Nach der Mittelstufe geht es über in die Geometrie einerseits und den Künstlerischen Zeichenunterricht andererseits.  

Schreiben- und Lesenlernen

Beim Einführen der Buchstaben wird darauf geachtet, dass ein Bild gefunden wird, in dem das Kind die Buchstabengestalt erkennen kann. Durch das Bild kann es sich die Buchstabenform mit dem Gefühl aneignen. Oft werden die Buchstaben in einer fortlaufenden Geschichte immer weiter eingeführt. Das Erüben der Buchstaben wird vielfältig geübt: auf dem Boden gehen, in die Luft schreiben, Plastizieren, Nachfahren, kleben, mit den Füssen schreiben. Das Schreiben kommt vor dem Lesen. Immer wieder werden Worte gesucht, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen und an die Tafel oder ins Übheft geschrieben. So wird das Kind zunehmend auch mit Wortgestalten vertraut. In der 2. Klasse kommen die kleinen Buchstaben dazu. In kurzen Erzählungen erfahren die Kinder, wie aus dem grossen Buchstaben ein kleiner wurde.  

Erzählen

Die bunten Bilder der Märchen, die die vorstellende Kraft der Kinder anregen und tiefe Geheimnisse des Menschseins bergen, bilden den Erzählstoff der ersten Klasse. Aus dem Lebensumfeld des Kindes, von Tieren, Pflanzen, Wiesen, Wald wird dem Kind erzählt. Das Nacherzählen wird geübt und nach Möglichkeit das schriftliche Festhalten. In der 2. Klasse werden Fabeln erzählt. Die wie Menschen handelnden Tiere lassen Fragen über Motive von Handlungen und den daraus entstehenden Folgen aufkommen. In den Legenden erfährt das Kind etwas über dasjenige im Menschen, das nach Vollkommenheit strebt.  

Rechnen

"Die Zahl selbst hat ihre Erfahrungsgrundlage in einem verinnerlichten Bewegungserlebnis" (Schuberth). Zahlenverhältnisse und Bewegungen sind Elemente der Musik. Indem das Kind rhythmisierte Zahlenreihen bewegt und spricht, erfährt es unmittelbar Qualitäten der Zahlenverhältnisse. Klangstäbe ermöglichen das Erleben von Zahlenharmonien. Taktmässiges, Rhythmisches durchzieht in vielen Variationen den Rechenunterricht. Handelnd wird an das Erleben der Rechenoperationen herangegangen. Zahlen-, Bewegungs- und Ratespiele und die Anregung der verschiedenen Sinnestätigkeiten ergänzen das Übfeld. Das Zählen und Rechnen knüpft an konkrete Gegenstände und Umstände aus dem Umfeld der Schüler an.  

Malen

Mit Wasserfarben werden auf ein feuchtes Papier Farben aufgetragen, die Farben können so ausfliessen und miteinander in Beziehung treten. Nicht ein vorgestelltes Motiv wird gemalt, sondern die Farben werden in ihrer Aussage erlebt. Dazu werden kleine Geschichten erzählt: vom feurigen Rot, dem scheuen Blau, dem lustigen Gelb, dem ruhigen Grün z.B. Wie wirken die Farben zusammen? Wie durchmischen sie sich? Das Kind soll nicht durch Vorstellungen gebremst werden, sondern in ein intensives Farberleben kommen. Aus dem Farberleben heraus werden später Gestalten aus den Märchen, Legenden und aus den Erzählungen zum Unterricht gemalt.  

Heimatkunde

Die Erkundung der nächsten Umgebung und der Bereich Arbeit und Beruf der Menschen nehmen einen grossen Teil des Hauptunterrichtes in Anspruch. Die in der Unterstufe besprochenen Berufe werden zunächst als so genannte Urtätigkeiten des Menschen erlebt. Ziel ist es, ein erstes Verstehen und Wertschätzen von Arbeit und Beruf anzulegen. Die Kinder sollen sich positiv verbinden können mit ihrer Heimat und eine Vorstellung bekommen von der Vielfalt und der Schönheit der Natur.

Die Schüler sind inzwischen zu einer starken Klassengemeinschaft zusammengewachsen. Die «alte Schule» ist manchmal fast nebensächlich, die Freizeit will gestaltet, besprochen und viel «Ausserschulisches» muss verarbeitet werden.

Die Zukunft wird zum Thema.

Die Jugendlichen werden ihren Möglichkeiten und Fragen entsprechend, an Schwerpunktthemen aus folgenden Fächern herangeführt: Menschenkunde, Tierkunde, Pflanzenkunde, Mineralogie, Geografie, Geschichte, Physik, Chemie. Diese Fächer werden aber nicht isoliert wissenschaftlich betrachtet, sondern immer in direktem Bezug zu den Jugendlichen selber. Sie sollen die starke Beziehung von sich zur Welt erfahren, erleben und verstehen können. Sie müssen den Stoff mit ihrem eigenen Wesen durchdringen, damit sie ein individuelles Erlebnis haben, dass sie den Stoff vertiefen können.

Die Schüler sind inzwischen zu einer starken Klassengemeinschaft zusammengewachsen. Die "Schule" ist manchmal fast nebensächlich, die Freizeit will gestaltet, besprochen und viel "Ausserschulisches" verarbeitet werden. Jeder kennt jeden ganz genau, bekommt ja auch im Anderen täglich ein Stück weit selbst einen Spiegel vorgehalten ... aber wie kennt jeder sich selbst?

Fragen zur eigenen Zukunft, die bislang mehr die Eltern und die Lehrerin sich für die Schüler stellten, drängen nun aus den Jugendlichen heraus. Eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal findet statt, bei jedem seinen Möglichkeiten entsprechend. Wünsche und Träume werden nach und nach an der Realität gemessen. Erste Erfahrungen mit der Berufsberatung und eventuell mit Betrieben, in denen schon geschnuppert werden kann, werden gesammelt, vorbereitet, begleitet und verarbeitet mit der Fachperson für Berufsintegration.

Wie kann, wie muss unsere "Schule" da sein und wirken?

Wer bin ich? Wie siehst du mich, wie kann ich mich sehen? Was wird aus mir werden? All diese Fragen leiten auch die Wahl der Epochenthemen.

"Welt" will vielfältig an die Jugendlichen herangebracht werden, sodass sie sie und sich darin verstehen können. Die Entdeckungen und Eroberungen am Beginn der Neuzeit sind zum Beispiel ein willkommenes Thema, das ständig auch den Einbezug der heutigen Lebensrealität der Jugendlichen ermöglicht. Oder Biografien, Schicksale von Menschen vor uns oder neben uns, lebendig geschildert und gemeinsam betrachtet: An denen lernt jeder sich selbst (er-) kennen.

Dann ist wesentlich das gemeinsame Gespräch: in der ganzen Klasse, mit dem einzelnen Schüler, mit Eltern und Schülern. Überall geht es primär auf immer wieder andere Art darum, dass der Schüler sich ernst- und wahrgenommen fühlt und darüber sich selbst finden kann. Unser wertschätzender Blick, unser Zuhören oder ins Gespräch Einbeziehen, unsere Zuversicht und damit unser Schutz sind stark gefragt als wahrhafte Ermutigung. Und daneben wieder die Diskretion: Wir können nur vielfältig anregen und dann begleiten, was im Schüler werden will und nicht mehr für ihn etwas Bestimmtes wollen.

Neben diesen Zukunftsfragen ist im 8. und gerade im 9. Schuljahr für viele Schüler auch das Lernen selbst, das sich Üben und sich Fähigkeiten erarbeiten oftmals neu als wichtiger Inhalt erlebbar. Neue Möglichkeiten tun sich plötzlich noch einmal auf, was die Kulturtechniken betrifft und wollen gefordert und erweitert werden. Ein ganz neuer Ehrgeiz und eine neue Kraft zu arbeiten, sich auf etwas einzulassen erfreut manchen Schüler, die Lehrerin und die Eltern.

Den Unterricht so zu pflegen, dass die Freude am lernen ein Leben lang anhalten möge, dass über die Schulzeit hinaus eine Begeisterung lebendig bleibt im Schüler, sich auf immer Neues einzulassen, ist wesentlicher Auftrag der Schule in diesem Alter.

Berufsfindungsjahre in der Werkstufe

15+

9. bis mögliches 13. Schuljahr
Die Werk- und Berufsfindungsstufe versteht sich als Brücke zwischen Schule und beruflicher Eingliederung (Beschäftigung oder Lehre). In vielerlei Hinsicht versuchen die Lehrkräfte die Zäsur zwischen vergangenen Schuljahren und dem Aufbruch in die Berufswelt, d. h. die Auseinandersetzung mit ersten Arbeitserfahrungen, Berufswünschen und Zukunftsvorstellungen deutlich werden zu lassen. Die Zusammenarbeit Jugendlicher/Jugendliche – Eltern – Lehrkräfte wird intensiver. Das Autoritätsprinzip tritt in den Hintergrund, gefragt ist jetzt Authentizität.
Die Ansprache der Lehrkräfte richtet sich nun an junge Erwachsene. Die Jugendlichen erhalten Mitbestimmung; der Schülerrat kann zum Gefäss werden um Konflikte selbst zu klären, Bedürfnisse zu äussern oder Änderungsvorschläge anzubringen.

Im Schulalltag üben sich die Jugendlichen vermehrt im handwerklichen und hauswirtschaftlichen Unterricht. Die Schüler lernen die Gesetzmässigkeiten der Materialien (Textil, Leder, Holz, Stein, Metall) kennen und gewinnen über die betreffenden Arbeitsprozesse Denkerfahrungen und Selbstvertrauen. Das intensive Üben von Handlungsplanung und der verantwortungsvolle Umgang mit Aufträgen führen am Ende zu Handlungskompetenz: dies steht im tätigen Unterricht im Vordergrund. Es ist wichtig, dass die jungen Menschen im Hinblick auf ihr kommender Berufsalltag mit verschiedenen Arbeitstechniken und Arbeitsstrukturen vertraut werden, bevor sie im Eingliederungsprozess eine spezialisierte Tätigkeit übernehmen.

Ihr handwerkliches Können, ihre Belastbarkeit, ihre Stärken, Schwächen, Grenzen, den Haushalt mit eigenen Energien lernen sie in anfänglich wöchentlich eintägigen Schnupperlehren vergleichen und kennen. Diese Schnupperlehren werden in befreundeten Institutionen angeboten und werden in ihrer Dauer (wöchentlich 1-3 Tage) dem jeweiligen Werkstufenjahr angepasst. In ihrem letzten Werkstufe - Jahr besuchen die Jugendlichen mehrwöchige Schnupperlehren im gewünschten Berufsfeld.
Die Auseinandersetzung mit der Berufswahl wird unterstützt durch den Berufskundeunterricht, in dem es einerseits darum geht mögliche Berufsfelder aufzuzeigen und Institutionen zu besichtigen, andererseits aber auch darum, das Spektrum der Erfahrungen und das Wissen um gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erweitern. Hierzu werden Besichtigungen von Produktionsstätten oder Dienstleistungsunternehmen ( z. B. Kreislauf Recycling) durchgeführt, die nicht einen direkten Bezug zu einer möglichen Berufswahl aufweisen, sondern einen Beitrag zur Partizipation liefern.

Obwohl die Berufswahl und das Hinführen zu Handlungskompetenzen im Zentrum stehen, werden die Jugendlichen weiter in allgemein bildenden Themen unterrichtet. Innerhalb der Werkstufe hat die Förderung der Jugendlichen in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen einen hohen Stellenwert. Die Schülerinnen und Schüler werden ihren Möglichkeiten entsprechend individuell gefördert. Erhöhte Kompetenz im Beherrschen von Schrift, Sprache und dem Umgang mit Zahlen (Geld, Masseinheiten etc.) steigert die Aussicht auf eine erfolgreiche Berufsintegration.

Das künstlerische Element, das während der ganzen Schulzeit durch Eurythmie, Musik, Malen, Sprache und Theaterspiel gepflegt wurde, erhält jetzt Ergänzung durch den Besuch von Konzerten, Ausstellungen und Theateraufführungen.

Die Pflege des sozialen Elements, das Wahrnehmens der eigenen Persönlichkeit und die Hinwendung zum Anderen und das damit zusammenhängende Verstehen von zwischenmenschlicher Dynamik, wird zum Angelpunkt der werkstufeneigenen und des ganzschulischen Alltags. Schullager, gemeinsame Arbeitseinsätze oder Weiterbildungen, Theaterspiel, hauseigenes Orchester, Gestalten von Jahresfesten, Verantwortung übernehmen für jüngere oder schwächere Schüler, das Weitergeben errungener Fähigkeiten an Jüngere, der respektvolle Umgang: dies sind wichtige Bausteine um die Sozialkompetenzen der Jugendlichen zu fördern und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Nicht zuletzt ist auch das Erreichen von guten zwischenmenschlichen Umgangsformen ein entscheidender Faktor einer gelungenen Berufsintegration.

Die Struktur der Werkstufe wird ständig den sich verändernden Anforderungen durch die Gesellschaft angepasst, die Lehrkräfte setzen sich mit diesen Fragen auseinander und fühlen sich der Weiterbildung verpflichtet. Daneben sind sie im ständigen Kontakt mit dem Kollegium und der Schulleitung, um neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Es freut uns sehr, dass viele unserer ehemaligen Schülerinnen und Schüler uns wiederholt besuchen und sich gern an ihre Schulzeit erinnern.