Exkursionen zu „Entsorgung und Recycling“

Exkursion in die Kehrichtverbrennung und das Heizkraftwerk Hagenholz, Zürich 7.12.2012

Nun schauen wir, was mit dem Abfall passiert, welchen die Bewohner der Stadt Zürich und Umgebung in ihren Abfallsack werfen. Der Abfall wir mit grossen Müllautos geholt und diese fahren damit zur Kehrichtverbrennung Hagenholz.

Die Wagen laden den Müll in einen grossen Keller ab, den so genannten „Bunker“

Wir begeben uns in die Überwachungszentrale. Auf Bildschirmen sehen wir, was im Kraftwerk alles gleichzeitig passiert.

Mit dem grossen Greifer wird der Müll in den Trichter geworfen und danach verbrannt.

Wir können in den Ofen schauen.

Der Müll wird bei 1000 Grad verbrannt. Danach kommen die Asche und das nicht verbrannte Material in ein Wasserbad und wird abgekühlt.

Auf dem Förderband sehen wir die nicht verbrannten Reste. Die grössten Teile an Metall werden hier herausgefiltert. Die Aschenschlacke kommt in eine Deponie und dort wird mit neuester Technik noch allerfeinste Reste von Metall (vor allem Eisen und Gold) herausgeholt. Am Ende landet die Aschenschlacke in einer Deponie in der Nähe von Winterthur.

 

Den Rauch aus dem Ofen zu reinigen ist ein komplizierter Vorgang. Die Anlage der Rauchgasreinigung ist 4mal grösser als die des Verbrennungsvorganges.

Am Ende steigt reiner Wasserdampf aus dem Kamin.

 

Exkursion in das Klärwerk Werdhölzli Zürich, 11.12.2012

Nachdem wir die Verdauungsprozesse im Menschen kennen gelernt haben, schauen wir wo das Endprodukt Kot und Urin nach dem Gang auf die Toilette hingehen. Vor dem Schulhaus haben wir im Rinnstein die Kanalröhre gesehen. Sie war mit Wasser gefüllt.

Die Führung im Klärwerk ist sehr anschaulich. An einer grossen Tafel konnten wir sehen was in das Abwasser gehört und was nicht. Verbotenes haben wir mit Verbotschildern gekennzeichnet. Übrig blieb nur WCpapier, Kot und Urin.

 

Im Klärwerk kommt das gesamte Abwasser (aus Toiletten, Geschirrspülern, Waschmaschinen) und Regenwasser in einem Kanal an.

Mit grossen „Rechen“ werden die festen Materialien gefiltert und auf ein Förderband gekippt. Es versteht sich natürlich ganz von selbst, dass es in diesem Raum fürchterlich gestunken hat. Zum ersten Mal war man dankbar für einen Schnupfen.

Das sind Fundstücke! ins WC gefallen oder verloren gegangen und mit dem Regen in die Kanalisation gespühlt.

Die nächste Station sind Becken, in denen die festen Teile im Wasser auf den Boden sinken und abgesaugt werden, das Oel (Fett) hingegen schwimmt oben auf und wird abgeschöpft.

Hier haben wir gesehen, dass für Frösche und Kröten kleine Treppen gebaut wurden, die in einem „Briefkasten“ enden. Dadurch können sie sich vor dem Sauger und Abschöpfer rechtzeitig retten.

In grossen Becken wird weiter getrennt zwischen festen Teilen und Wasser. Mit einem grossen Schieber werden die Teile am Grund abgesaugt.

Der Klärschlamm wird in langen Röhren oberirdisch abgeführt.

Letztlich (nach der Stromgewinnung durch Biogas) endet der Klärschlamm in der Kehrichtverbrennung und wird verbrannt.

In der „Biologischen Abteilung“ wird das Wasser nun ganz gereinigt. Es wird viel Luft in das Wasser gepumpt, so viel, dass man nicht mehr schwimmen könnte. Dies wird an einem Modell mit einen „Fläschli“ demonstriert.  Wer in diese Becken fällt, ertrinkt.

Die Lebewesen (Fäkalbakterien) brauchen diese Luft um sich zahlreich an die Vernichtung aller Überreste im Wasser zu machen. Sie „fressen“ die im Wasser gelösten Reste von Kot und Urin auf. Im Glas erscheinen diese Lebewesen als dunkle flockige Masse.

Am Schluss sickert das gereinigte Wasser durch feinen Sand und wird am Ende wieder in die Limmat geleitet.